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Radioaktivitätsüberwachung der Stahlprodukte der Salzgitter Flachstahl

Seitdem es zu dem Unfall in Fukushima gekommen ist, erreichen die Salzgitter Flachstahl häufiger Anfragen zu einer möglichen radioaktiven Kontaminierung der Endprodukte. Die Salzgitter Flachstahl führt diesbezüglich schon seit langem eine Reihe von Untersuchungen vorbeugend durch.

Bei der Erzeugung von Stahl unter Einsatz von Stahlschrott besteht die Gefahr einer Einschleppung von radioaktiv kontaminierten Einsatzstoffen.
Um dieser Gefahr zu begegnen, werden die Einsatzstoffe, insbesondere der eingesetzte Stahlschrott, bei Anlieferung auf radioaktive Kontamination hin untersucht. Diese Untersuchung wird bei allen Anlieferungen, unabhängig vom Lieferweg durchgeführt.
Sofern die Messung wider Erwarten einen auffälligen Befund ergibt, wird die Lieferung sofort gesperrt und der ordnungsgemäßen Entsorgung zugeführt. Radioaktiv auffälliges Material wird bei der Salzgitter Flachstahl auf keinen Fall eingesetzt.

Für den Fall, dass die Salzgitter Flachstahl Brammen von Dritten verarbeitet, werden diese ebenfalls vor Annahme auf radioaktive Kontamination untersucht und entsprechend freigegeben bzw. gesperrt.

Um die Freiheit des Produktes von radioaktiven Kontamination attestieren zu können, wird nach Erzeugung des Stahles im Stahlwerk jede Schmelze beprobt und in den chemischen Laboratorien auf evtl. radioaktive Kontamination überprüft. Dadurch wird sichergestellt, dass durch unbefugtes Verhalten keine Einschleppung von Radioaktivität in die Stahlprodukte erfolgen kann.
 
Von der Strahlenschutzverordnung wurde für die Freigabe von festen Stoffen für eisenverwandte Nuklide ein Freigabegrenzwert von 100 Bq/kg festgelegt. Eine Auswertung der bisher erfassten Messergebnisse zeigt, dass dieser Freigabegrenzwert  mit unseren Produkten immer unterschritten wird.