Laserschneidgüte Salzgitter 240
Verwendung
Die Werkssondergüte Salzgitter 240 ist neben hervorragender
Kaltumformbarkeit besonders durch ihre Eignung zum Laser und
Plasmaschneiden gekennzeichnet. Der Verarbeiter dieses Stahls muss sich
davon überzeugen, dass seine Berechnungs-, Konstruktions- und
Verarbeitungsverfahren werkstoffgerecht sind. Die angewendete
Umformtechnik muss sich für den vorgesehenen Verwendungszweck eignen
und dem Stand der Technik entsprechen. Sie ist von grundlegender
Bedeutung für das Verarbeitungsverhalten dieses Stahles.
Lieferform
Der Stahl wird als Warmband sowie als Fein- und Grobblech in Nenndicken
von 1,5 bis 15 mm in Breiten gemäß dem Salzgitter Flachstahl-Lieferprogramm erzeugt.
Erschmelzungsart
Salzgitter 240 wird im Sauerstoffaufblasverfahren als Feinkornstahl erschmolzen.
Chemische Zusammensetzung in Gewichtsprozent [%] (Schmelzenanalyse)
| Sorte |
C |
Si |
Mn |
P |
S |
Altotal |
| |
max. |
max. |
max. |
max. |
max. |
min. |
| Salzgitter 240 |
0,12 |
0,03 |
0,90 |
0,020 |
0,015 |
0,02 |
Mechanische Eigenschaften
| Sorte |
Obere Streckgrenze ReH 1) |
Zugfestigkeit Rm1) |
Bruchdehnung1) A5/A80 |
Faltversuch2) 180° |
|
MPa |
MPa |
% |
BD3)/mm |
| Salzgitter 240 |
240 - 320 |
360 - 440 |
≥30 / ≥24 |
0 |
1) Die angegebenen Werte gelten für Längsproben.
2) Wird an Querproben ermittelt
3) BD = Biegedorndurchmesser
Kaltumformbarkeit
Dieser perlitarme Stahl lässt sich durch Biegen, Bördeln, Kaltflanschen
und Abkanten in Längs- und Querrichtung hervorragend kaltumformen.
Schweißen
Der Stahl ist bei Beachtung der allgemeinen Regeln der Technik nach
allen elektrischen Verfahren sowohl von Hand als auch maschinell
schweißbar. In der Wärmeeinflußzone treten keine wesentlichen
Aufhärtungen auf. Unter üblichen Schweißbedingungen und bis zu
Werkstücktemperaturen von +5 °C ist ein Vorwärmen des Stahls nicht
erforderlich.
Unterhalb +5 °C wird ein Vorwärmen auf ca. 150
°C empfohlen.
Als Schweißzusatzstoffe sind entsprechend zugelassene Schweißdrähte bzw. Elektroden zu verwenden.
Darüber hinaus sind die ausführlichen Angaben im Stahl-Eisen-Werkstoffblatt 088 sinngemäß zu beachten.
Thermische Trennverfahren
Dieser Stahl ist für alle thermischen Trennverfahren hervorragend geeignet.
Insbesondere wurde er für das Schneiden mittels Plasma- bzw.
Laserstrahl entwickelt. Sachgerechte Anwendung dieser Verfahren
vorausgesetzt, ist eine praktisch gratfreie Materialtrennung erzielbar.
Ausführung
| |
|
|
|
| ungebeizt |
ungebeizt |
gebeizt |
gebeizt |
| unbesäumt |
besäumt |
unbesäumt |
besäumt |
| |
|
ungeölt oder geölt |
ungeölt oder geölt |
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