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Laserschneidgüte Salzgitter 240

Ausgabe 11/2004
Verwendung
Die Werkssondergüte Salzgitter 240 ist neben hervorragender Kaltumformbarkeit besonders durch ihre Eignung zum Laser und Plasmaschneiden gekennzeichnet. Der Verarbeiter dieses Stahls muss sich davon überzeugen, dass seine Berechnungs-, Konstruktions- und Verarbeitungsverfahren werkstoffgerecht sind. Die angewendete Umformtechnik muss sich für den vorgesehenen Verwendungszweck eignen und dem Stand der Technik entsprechen. Sie ist von grundlegender Bedeutung für das Verarbeitungsverhalten dieses Stahles.
Lieferform
Der Stahl wird als Warmband sowie als Fein- und Grobblech in Nenndicken von 1,5 bis 15 mm in Breiten gemäß dem Salzgitter Flachstahl-Lieferprogramm erzeugt.
Erschmelzungsart
Salzgitter 240 wird im Sauerstoffaufblasverfahren als Feinkornstahl erschmolzen.
Chemische Zusammensetzung in Gewichtsprozent [%] (Schmelzenanalyse)

Sorte C Si Mn P S Altotal
  max. max. max. max. max. min.
Salzgitter 240 0,12 0,03 0,90 0,020 0,015 0,02
Mechanische Eigenschaften

Sorte Obere Streckgrenze ReH 1) Zugfestigkeit Rm1) Bruchdehnung1) A5/A80 Faltversuch2) 180°

MPa MPa % BD3)/mm
Salzgitter 240 240 - 320 360 - 440 ≥30 / ≥24 0


1) Die angegebenen Werte gelten für Längsproben.
2) Wird an Querproben ermittelt
3) BD = Biegedorndurchmesser
Kaltumformbarkeit
Dieser perlitarme Stahl lässt sich durch Biegen, Bördeln, Kaltflanschen und Abkanten in Längs- und Querrichtung hervorragend kaltumformen.
Schweißen
Der Stahl ist bei Beachtung der allgemeinen Regeln der Technik nach allen elektrischen Verfahren sowohl von Hand als auch maschinell schweißbar. In der Wärmeeinflußzone treten keine wesentlichen Aufhärtungen auf. Unter üblichen Schweißbedingungen und bis zu Werkstücktemperaturen von +5 °C ist ein Vorwärmen des Stahls nicht erforderlich.
Unterhalb +5 °C wird ein Vorwärmen auf ca. 150 °C empfohlen.
Als Schweißzusatzstoffe sind entsprechend zugelassene Schweißdrähte bzw. Elektroden zu verwenden.

Darüber hinaus sind die ausführlichen Angaben im Stahl-Eisen-Werkstoffblatt 088 sinngemäß zu beachten.
Thermische Trennverfahren
Dieser Stahl ist für alle thermischen Trennverfahren hervorragend geeignet.
Insbesondere wurde er für das Schneiden mittels Plasma- bzw. Laserstrahl entwickelt. Sachgerechte Anwendung dieser Verfahren vorausgesetzt, ist eine praktisch gratfreie Materialtrennung erzielbar.
Ausführung
       
ungebeizt ungebeizt gebeizt gebeizt
unbesäumt besäumt unbesäumt besäumt
    ungeölt oder geölt ungeölt oder geölt
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