Kaltwalzwerk – PRETEX®-Anlage
Die Oberflächenfeingestalt des Feinbleches ist ein wesentliches qualitätsrelevantes Produktmerkmal. Im Gegensatz zu herkömmlichen Texturierungsverfahren ermöglicht das neue PRETEX®- Verfahren auch zukünftig die sichere Erfüllung höchster Anforderungen an ein hervorragendes tribologisches Umformverhalten und brillante optische Lackeigenschaften. Hierfür werden die Arbeitswalzen in einem geschlossenen Reaktorsystem mit TOPOCROM® beschichtet. Beim Nachwalzen im Dressiergerüst wird dann durch Abprägen der TOPOCROM®-Struktur auf das Feinblech eine definierte PRETEX®-Feinblechstruktur erzeugt.
| PRETEX®-Anlage zur Struktur-Hartverchromung von Arbeitswalzen |
| Inbetriebnahme |
1996 |
| Ausbau/Modernisierung |
1998 / 2006 |
| Anzahl Reaktoren |
2 |
| Gleichrichter |
2 (0 - 18 V/40 kA) |
| Steuerungen |
2 (Siemens SPS/OP 37) |
| Walzenlängen |
3.500 - 4.700 mm |
| Ballen-Ø |
400 - 650 mm |
| Schichtdicken (Strukturchrom) |
50 - 120 μm |
| Mittenrauwerte Ra (SEP 1940) |
0,4 - 20 μm |
| Spitzenzahlen Pc (SEP 1940) |
60 - 180 cm |
| Schichtdicken (Hartchrom) |
2 - 60 μm |
PRETEX®-Feinblechoberfläche
mit 100 µm Eichstrich
Die stochastische Rauheitsstruktur zeichnet sich durch zahlreiche fein verteilte hydrostatische Schmiertaschen und – selbst bei hohen Mittenrauwerten – extrem hohe Spitzenzahlen aus. Die Rauheitskennwerte sind absolut gleichmäßig über die Bandbreite und -länge verteilt. Unter Vermeidung von Tränenbildung werden eine gute Lackhaftung und geringe längerwellige, den Orangenhauteffekt verursachende Strukturanteile sichergestellt. Gleichzeitig werden störende Moiré-Effekte sicher vermieden. Sämtliche Qualitätsforderungen an ein hervorragendes tribologisches Umformverhalten und brillante optische Lackeigenschaften werden gleichermaßen gut erfüllt.