Erfolgreiche Montage des Materialförderbandes für das Elektrostahlwerk
20.01.2026 | Salzgitter Flachstahl GmbH
Mit der Montage des neuen Materialförderbandes zur Versorgung des Elektrostahlwerks wurde ein zentraler Meilenstein für die zukünftige Materiallogistik erreicht. Das Projekt stellte alle Beteiligten vor außergewöhnliche technische, logistische und sicherheitstechnische Herausforderungen – insbesondere durch die Umsetzung mitten im laufenden Betrieb auf dem Schrottplatz des Blasstahlwerks.
Bauen im Herzen der Produktion
Errichtet wurde das Förderband in einem hochfrequentierten Produktionsumfeld, in dem täglich schwere Fahrzeuge, Großgeräte und laufende Prozesse aufeinandertreffen. Oberstes Ziel war es, die Montage so zu planen und umzusetzen, dass die Auswirkungen auf den Produktionsbetrieb auf ein absolutes Minimum begrenzt blieben.
Dies erforderte täglich angepasste Sicherheitskonzepte, kontinuierliche Lagebeurteilungen sowie einen außergewöhnlich hohen Abstimmungsaufwand zwischen Betrieb, Montage, Arbeitssicherheit und Logistik. Nur durch diese enge Zusammenarbeit konnte der Baufortschritt unter den anspruchsvollen Rahmenbedingungen sichergestellt werden.
Technische Eckdaten auf einen Blick:
- Höchster Punkt am Eckturm: ca. 55 m
- Längstes Segment der Bandbrücke: ca. 60 m
- Eingesetztes Hebegerät: LR1800 Raupenkran (einer der größten Krane seiner Klasse)
Der Einsatz des großen Raupenkrans war unverzichtbar, um die schweren und großformatigen Bauteile trotz beengter Platzverhältnisse und komplexer Lastsituationen sicher und präzise zu positionieren.
Sicherheit und Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor
Besonders herausfordernd waren die extrem eingeschränkten Arbeitsbereiche auf dem Schrottplatz. Jeder einzelne Hub musste metergenau geplant werden, Ausweich- oder Korrekturmöglichkeiten waren kaum vorhanden.
Zusätzlich bestimmten die Wetterbedingungen maßgeblich den Montagefortschritt. Arbeiten in Höhen von bis zu 55 Metern waren ausschließlich bei sehr geringen Windgeschwindigkeiten möglich. Montagefenster mussten daher flexibel genutzt und Zeitpläne kurzfristig angepasst werden.
Der erfolgreiche Abschluss des Projekts basierte vor allem auf:
- konsequent gelebter Arbeitssicherheit,
- täglicher Neubewertung potenzieller Risiken,
- enger, interdisziplinärer Zusammenarbeit aller beteiligten Teams,
- sowie einem hohen Maß an Flexibilität und gegenseitigem Verständnis zwischen Montage und Betrieb.
Fazit
Die Montage des Materialförderbandes war weit mehr als ein Standardbauprojekt. Sie verdeutlicht eindrucksvoll, was möglich ist, wenn technische Expertise, Sicherheitsbewusstsein und Teamarbeit unter anspruchsvollsten Bedingungen zusammenwirken.
Ein besonderer Dank gilt allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen, die dieses Projekt mit großem Engagement, hoher Disziplin und langjähriger Erfahrung sicher und erfolgreich umgesetzt haben.










