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Pretex®focar®

04.07.18

Erfüllung höchster Anforderungen an die Lackierung im Automobilbereich durch weiterentwickelte Pretex®-Struktur.

Die Anmutung der Lackierung bildet den ersten Eindruck eines Fahrzeugs und ist deshalb ein wesentliches Qualitätsmerkmal für heutige Automobile. Die Anforderungen an die Lackierung sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Der Verzicht auf den Füller im Lackaufbau hat die Anforderungen an den Lack und das Feinblech, auf das er aufgetragen wird, noch weiter erhöht. Durch die Einsparung des Füllers werden auch Verarbeitungs- und Prozesskosten beim Kunden gesenkt und darüber hinaus im Sinne der Nachhaltigkeit eine weitere Zwischenschicht eingespart.

Bisher wurde die Topografie der Feinblechoberfläche durch den Mittenrauhwert Ra und die Spitzenzahl RPc beschrieben. Diese Werte sind auch für die Prozesssicherheit bei der Verarbeitung im Presswerk des Kunden entscheidend. Für eine bessere Lackierung wurde die Vorgabe der Mittenrauhheit abgesenkt und die minimale Spitzenzahl erhöht. Dies stellt zwei gegenläufige Forderungen dar, die allein noch nicht ausreichen.

Die Welligkeit der Feinblechoberfläche nach SEP1941 ist hier eine neue, zusätzliche Kenngröße, deren Begrenzung für eine gute Lackanmutung erforderlich ist (Abb. 1). Salzgitter Flachstahl hat hierfür die etablierte Pretex®-Struktur weiterentwickelt und kann mit der neuen Pretex®focar®-Struktur die gestiegenen Kundenanforderungen für den Welligkeitskennwert Wsa1-5 für Kaltfeinblech mit verschiedenen Oberflächenbeschichtungen erfüllen:

Abb. 1: links Pretex®, rechts Pretex®focar®. Einfluss der Blechtopographie /-welligkeit auf die Lackanmutung.
Fotos der Lackanmutung Pretex® gegenüber Pretex®focar®
Parameter Pretex® Pretex®focar®
Mittenrauhwert (Ra) 1,1 - 1,6 µm 0,9 - 1,4 µm
Spitzenzahl (RPc) > 60 /cm > 75 /cm
Welligkeit (Wsa1-5) - < 0,35 µm
Abb. 2: Topographiebilder verschiedener Oberflächen
Topographiebilder verschiedener Oberflächen

Pretex®focar® wird angeboten für unbeschichtetes Feinblech, elektrolytisch verzinktes Feinblech und schmelztauchbeschichtetes Feinblech, welches nach der Beschichtung dressiert wird. Abb. 1 zeigt das verbesserte Lackaussehen durch die Pretex®focar®-Struktur im Vergleich mit der etablierten Pretex®-Struktur.

Pretex®focar® wurde in enger Zusammenarbeit von der Salzgitter Flachstahl und der Salzgitter Mannesmann Forschung entwickelt und in die betriebliche Anwendung umgesetzt. Ausgangspunkt der Arbeit bildete die Bestimmung von Kennwerten zur genauen Beschreibung der Walzentopographien der Dressierwalzen, mit denen die Textur in die Feinblechoberfläche geprägt wird. Hierfür wurden umfangreiche Untersuchungen an Pretex-beschichteten Walzen und ausgewählten Blechen durchgeführt. Abb. 2 zeigt beispielhaft das Ergebnis von flächenhaften Rauheitsmessungen eines Pretex®focar® Bleches als Falschfarbenbild. Um den Einfluss des beim Kunden stattfindenden Verformungsprozesses zu berücksichtigen und die Qualitätsziele des Endproduktes zu erreichen, wurde auch die Welligkeit von umgeformten Blechen untersucht. Durch die Analyse dieser Daten konnten die Parameter für die optimierte Beschichtung der Dressierwalzen und deren Einsatz bestimmt werden. Inzwischen wird diese Struktur erfolgreich von Kunden der Salzgitter Flachstahl in erheblichen Umfang für Außenhautteile eingesetzt.

Das so entwickelte Produkt Pretex®focar® erfüllt in besonderem Maße die höheren Qualitätsansprüche unserer Kunden an die Welligkeit der Oberfläche und ist für typische Außenhautgüten und verschiedene Beschichtungen verfügbar.

Bei weiteren Fragen helfen Ihnen Ihre Ansprechpartner aus dem Verkauf und der technischen Kundenberatung gern weiter.

© Salzgitter Flachstahl GmbH
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