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Mehrphasenstähle mit maßgeschneiderten Eigenschaften - xpand® und xtend® - gewährleisten stabile Produktionsprozesse

18.07.18

Die Salzgitter Flachstahl GmbH (SZFG) stellt ihren Kunden neben den klassischen Vertretern der Mehrphasenstähle im Festigkeitsbereich von 450 MPa bis 980 MPa nun auch spezialisierte Varianten zur Verfügung. Diese wurden in intensiver Zusammenarbeit zwischen Kunden, der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH (SZMF) sowie der Technischen Kundenberatung der SZFG entwickelt.

Grafik Unterscheidung Mehrphasenstähle in xpand und xtend
Beispiel einer Lochaufweitungsprobe zur Beschreibung der xpand® Stähle mit überlagerter Simulation der Materialbeanspruchung
Foto einer Lochaufweitungsprobe mit überlagerter Simulation

Die erste Variante führt den Namenszusatz xpand®. Der Begriff xpand® stammt vom lateinischen expandere (= erweitern, ausweiten). Er steht für ein garantiertes, erhöhtes Lochaufweitungsvermögen des Werkstoffs. Dieses beschreibt, wie weit ein in eine Probe gestanztes Loch aufgeweitet werden kann, ohne dass es zu einem Versagen des Materials an der Schnittkante kommt. Beschrieben wird das Lochaufweitungsvermögen durch den Lochaufweitungswert λ, welcher das Verhältnis des ursprünglichen Loches zum aufgeweiteten Loch beschreibt. Je höher der Lochaufweitungswert λ ist, um so widerstandsfähiger zeigt sich das Material gegen Kantenrisse. Ermittelt wird λ im standardisierten Lochaufweitungstest nach DIN ISO 16630. 

xpand®-Stähle kommen dann zum Einsatz, wenn in schergeschnittenen Bereichen erhöhte Anforderungen an das Umformverhalten des Werkstoffs gestellt werden. Ein Beispiel dafür sind beschnittene und somit kaltverfestigte Bereiche einer Platine, aus denen im weiteren Verlauf der Bauteilherstellung Kragen oder Abstellungen ausgeformt werden sollen.

Beispiel eines PkW Längslenkers mit Kragenzug. Erfüllung der Anforderung einer prozesssicheren Darstellung mit geringer Kantenrissneigung des Werkstoffs durch Einsatz von xpand® Stählen
Foto eine Pkw Längslenkers mit Kragenzug.
Beispiel eines komplexen Karosserieteils mit der Anforderung an eine höhere Dehnung des Werkstoffs als mögliche Anwendung für xtend® Stähle
Foto eines komplexen Karosserieteils

Der Einsatz von xpand®-Stählen erweitert nicht nur das Bauteilspektrum durch verbessertes Umformvermögen der schergeschnittenen Bauteilkante, er ermöglicht auch einen sicheren und stabilen Prozess.

Die zweite, verbesserte Werkstoffvariante sind Stähle mit dem Namenszusatz xtend®. Der Markenname xtend® bezieht sich auf das lateinische extendere (= dehnen) und steht für die verbesserte Dehnung dieser Stähle. Die optimierten Eigenschaften zeigen sich durch einen erhöhten Wert der Buchdehnung im einachsigen Zugversuch. Derzeit stellt die SZFG ihren Kunden als ersten xtend®-Stahl die Güte CR440Y780T-DH (Bezeichnung nach VDA239-100 Norm) in feuerverzinkter Ausführung zur Verfügung.

Im Unterschied zu xpand®-Stählen kommen xtend® Stähle dann zum Einsatz, wenn ganzheitlich erhöhte Anforderungen an das Umformverhalten des Werkstoffs gestellt werden. Das zeigt sich besonders bei der Herstellung von hochkomplexen Tiefziehbauteilen aus dem Karosseriebereich, wie z.B., Knotenblechen oder Säulenverstärkungen.

Beide vorgestellten Varianten der weiterentwickelten Mehrphasenstähle mit xpand® bzw. xtend® Eigenschaften eignen sich hervorragend zur Herstellung von Bauteilen mit höchsten Ansprüchen an deren Komplexität. Zusätzlich lässt sich signifikant die Prozesssicherheit und Prozessstabilität verbessern.

Für Ihre Fragen und weitere Informationen steht Ihnen unsere Technische Kundenberatung oder unsere Mitarbeiter im Verkauf gern zur Verfügung.

© Salzgitter Flachstahl GmbH
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