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Das Mittelstand-Prinzip als Vorlage

01.07.20
Gelebtes Teamwork: die Mitarbeiter von SZFG, SZMF und SZAE mit ihren Kollegen von Ford Motor Company am neuen Ford Puma
Foto von Mitarbeiter von Ford und der Salzgitter AG

Zugegeben: Die Konzerne Ford und die Salzgitter AG sind beileibe keine ­Mittelständler. Und trotzdem zeigen ihre ­Beziehungen auf der Arbeitsebene, wie in größeren und Großunternehmen mittelständische Strukturen dazu beitragen, schnell und auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten – auch über Ländergrenzen hinweg.

Ein Beispiel hierfür liefern Dr. Stefan Mütze von der Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH und Rainer Diesner von der Technischen Kundenberatung der Salzgitter Flachstahl GmbH. Gemeinsam betreuen sie als Team den Kunden Ford an verschiedenen Standorten in Europa.

Dabei lautet ein Credo der beiden: „Der persönliche Kontakt ist durch nichts zu ersetzen, weil es immer die Menschen sind, die miteinander arbeiten.“

Wie vielfältig die Zusammenarbeit zwischen Stahllieferanten und Automobilhersteller ist, zeigte ein Workshop, der Ende des vergangenen Jahres im Ford-Werk in Craiova in Rumänien stattgefunden hat. Ziel der Veranstaltung war es, Potenziale zur Bauteil- und Prozessoptimierung bei der ­Herstellung der Karosserie des neuen Ford Puma

zu finden. Beim Puma handelt es sich um ein ­kleines Crossover-SUV-Modell auf Fiesta-Basis.

Es wurde erstmals komplett in Deutschland ent­wickelt und läuft seit Ende 2019 im Ford-Werk in Craiova vom Band.

Ein Team, bestehend aus Experten dreier Konzerngesellschaften (Salzgitter Flachstahl, Salzgitter Mannesmann Forschung und Salzgitter Automotive Engineering) erarbeitete gemeinsam mit Fachleuten der Ford Motor Company mehr als 70 Vorschläge. Dadurch wurde bereits in der ersten Phase des Fahrzeuganlaufs ein enormer Beitrag zur optimalen Materialausnutzung sowie zur Reduzierung der Herstellkosten geleistet.

Kollegen von Salzgitter und Ford diskutierten auf Augenhöhe Themen der Herstellungsmethode und der Werkzeugtechnik. Zusammen generierten sie neue Ideen und brachten dabei die aktuellen Produkt­innovationen des Salzgitter-Konzerns ein. „Das ging fachlich sehr in die Tiefe und war ein spannender Prozess“, erinnert sich Rainer Diesner.

Die Rückmeldung von Ford kam schnell und war positiv: Besonders hervorgehoben wurde die Beteiligung der Experten aus unterschiedlichsten Bereichen wie Werkzeug- und Umformtechnik, Material- und Oberflächentechnik, Engineering/Simulation sowie Produktion.

„Was uns außerdem auszeichnet“, berichtet

Dr. Stefan Mütze, „ist unsere vergleichsweise schnelle Reaktionszeit, wenn es zu Problemen oder Nachfragen kommt. Es ist selbstverständlich, dass wir dann zügig zu den Kunden fahren, um die Sache vor Ort zu klären und mitzuhelfen, die Sache zu lösen. Wichtig ist es, aktiv Hilfe anzubieten – egal, ob es in der Frühphase bei der Neukonzeption von Automobilen ist oder im Tagesgeschäft, falls es mal ruckelt oder klemmt.“

Diesen und weitere Artikel finden Sie im STIL - Konzernmagazin der Salzgitter AG.

© Salzgitter Flachstahl GmbH
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