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Aktuelle Informationen des Umweltschutzes

Foto vom Hafen der Salzgitter Flachstahl GmbH

Alle Betriebsanlagen werden bestimmungsgemäß betrieben.


12.11.2020

Safety first - auch für die Windkraft auf dem Gelände der Salzgitter Flachstahl

Die sieben Windenergieanlagen des Gemeinschaftsprojektes der Salzgitter AG und der Avacon Natur GmbH drehen sich, und auch der Rückbau der Bauflächen ist erfolgreich abgeschlossen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen noch einmal kurzgefasst das Gesamtkonzept der Anlagensicherheit und des Personenschutzes beim Betrieb der Windenergieanlagen vor.

Möglicher Eisabfall durch die Windenergieanlagen

Maßnahmen zum Schutz von Personen im direkten Umfeld der Windenergieanlagen:

Neubau einer Gleisüberdachung an der Windenergieanlage WEA W3

Aufgrund der Nähe zur Windenergieanlage in der Gleiskurve, wird das Tragen eines Schutzhelms als nicht ausreichend sicher erachtet. Da bei Rangiervorgängen, aber auch bei Reparaturarbeiten am Gleis nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Personen in diesem Bereich aufhalten müssen, werden diese durch eine etwa 250 Meter lange Gleisüberdachung geschützt. Die Position und Größe des zu schützenden Bereichs, wurde durch den TÜV Nord berechnet und von der Baubehörde genehmigt.

Neubau einer Fluchtwegeüberdachung für SZBE  

Bei einem Brand in der Bauelementehalle und gleichzeitigem Eisansatz an der WEA W3, wurde zum Schutz der flüchtenden Personen eine Notausgang-Fluchtwegeüberdachung direkt an der Bauelementehalle errichtet.

Hinweisschilder und orange farbige Warnleuchten

Hinweisschilder und blinkende Warnleuchten an Straßen und auf den Betriebsstätten sowie orange leuchtende Warnleuchten am Turmfuß weisen auf die Gefährdung durch potenziellen Eisabfall hin.
 
In diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal auf das Tragen von Helmen hinweisen, welches nicht nur in Bezug auf eine mögliche Gefährdung durch die Windkraftanlagen dient, sondern auch für das sichere Arbeiten auf dem Werksgelände benötigt wird.
 
Die Sensoren der Windenergieanlagen reagieren bereits bei Temperaturen knapp über dem Nullpunkt sehr sensibel und aktivieren die Warnleuchten.

Umleitung für Zweiradfahrer

Im Falle eines Eisansatzes werden die Anlagen zur Sicherheit Aller - anders als bei normalen Windkraftanlagen - heruntergefahren, um Eisabfall zu verhindern. Doch auch im Stillstand kann sich Eis von den Rotorblättern lösen und z.B. vorbeifahrende Zweiradfahrer gefährden. Aus diesem Grund wurde für die Zweiradfahrer eine Umleitung „UEis“ eingerichtet, welche im Eisfall (verdeutlicht durch blinkende Warnleuchten an den Hinweisschildern) von Zweiradfahrern zu nutzen ist. 

Weitere Informationen

Die Verhaltensregeln und Hinweise werden sowohl in den spezifischen betrieblichen Notfall- und Alarmplänen als auch in der jährlichen S1- Schulung für die SZFG-Fremdfirmenmitarbeiter thematisiert. Zusätzlich informieren Info-Flyer in den Betrieben, am Counter Werktor 6 und weiteren ausgewählten Stellen (z. B. Waage DEUMU) über eine mögliche Gefährdung.

Den Infoflyer finden Sie hier zum Download.


03.11.2020

Vom 04.11.2020 bis 07.11.2020 und am 11.11.2020 wird es im Bereich der Kokerei instandhaltungsbedingt häufiger zu Fackelbetrieb kommen.


Startschuss für die Windkraft

03.11.2020

Abbildung 1: Windenergieanlagen auf dem Werks
Foto der Windenergieanlagenauf dem Werksgelände

Nachdem sich die vier Windkraftanlagen, die sich außerhalb des Werksgeländes befinden, seit Juli bereits im Probebetrieb befinden, werden nun die drei Windkraftanlagen, die innerhalb des Werkgeländes stehen, ebenfalls beginnen Strom zu produzieren.

Abbildung 2. Hinweisschild auf Eisabfall
Abbildung des Hinweisschildes Eisabfall

Grundsätzlich haben die Anlagen, die sich auf und vor dem Werk befinden, eine Vielzahl von Sicherheitsvorrichtungen, die Störungen unwahrscheinlich machen. Viele dieser Vorrichtungen gehen über den normalen Standard einer Windkraftanlage hinaus.
Ein Risiko, dass leider nicht durch technische Maßnahmen ausgeschlossen werden kann, ist – wie bei allen höheren Gebäuden - die Möglichkeit des Eisabfalls. Die Anlagen schalten sich bei Eis sofort ab, dennoch kann es passieren, dass sich mit der Zeit einzelne Eisstücke lösen und herabfallen. Herabfallendes Eis wäre insbesondere für Fußgänger und Zweiradfahrer gefährlich. Daher wurden durch die TÜV-Sachverständigen mögliche Gefahrenzonen ermittelt und diese nun vor Ort durch Schilder markiert (Abbildung 2).

Abbildung 3: Umleitung für Zweiradfahrende "UEis"
Abbildung des Hinweisschildes für die Eisumleitung

Die an den Schildern befindlichen Leuchten beginnen zu blinken, sobald eine Gefahr detektiert wird. Ist dies der Fall, dürfen Zweiradfahrer und Fußgänger den durch die Schilder markierten Bereich nicht passieren, bis die Gefahr vorbei ist (Lichter hören auf zu blinken). Eine Umleitung für diesen Fall wurde eingerichtet und wird durch Schilder mit der Bezeichnung „UEis“ ausgewiesen (Abbildung 3).
Der definierte Gefahrenbereich liegt im unmittelbaren Umkreis der Windkraftanlagen. Wir bitten daher alle Fußgänger und Zweiradfahrer zu Ihrem eigenen Schutz, sobald die Leuchten beginnen zu blinken, die Umleitung „UEis“ zu nutzen.
Personen, die sich bereits im Gefahrenbereich aufhalten, wenn die Gefahr festgestellt wird, können dies an orangefarbenen Leuchten am Turmfuß erkennen. Diese werden aktiviert und leuchten durchgehend für die gesamte Dauer der Eis-Gefahr. In diesem Fall muss der Gefahrenbereich sofort verlassen werden.
Die Avacon Natur hat gemeinsam mit der Werkfeuerwehr, dem Sicherheitsdienst, den Störfallbeauftragten der Salzgitter AG sowie den Fachkräften für Arbeitssicherheit ein umfassendes Konzept entwickelt, um die Sicherheit der Mitarbeiter der Salzgitter Flachstahl GmbH und anliegenden Unternehmen zu schützen und einen sicheren Betrieb der Anlagen zu ermöglichen.

03.11.2020


Baufortschritt beim "Windpark Salzgitter"

24.04.2020

Betonage A4: Einbau und Verdichtung der obersten Betonschicht
Foto des Einbaus und Verdichtung der obersten Betonschicht

An den Anlagen auf dem Außengelände wurde ein erster großer Baufortschritt erreicht. In den letzten drei Wochen wurden nacheinander die Fundamente der Windenergieanlagen (WEA) außerhalb des Werksgeländes fertiggestellt. Damit ist dann ein weiterer Grundstein für eine CO2-arme Stahlproduktion gelegt.

Parallel dazu begannen die Fundamentbauarbeiten auf dem Werksgelände. Die baugrundverbessernden und bauvorbereitenden Maßnahmen in allen Baufeldern auf dem Werksgelände sind inzwischen abgeschlossen. Auf den Baustellen haben in den zweieinhalb Monaten bis zu elf Mitarbeiter gleichzeitig rund 10.000 m3 Boden bewegt und ca. 700 m3 Betonbruch und Altfundamente ausgegraben und zerkleinert. 

Im Außenbereich wird nun die Baustelle für die Errichtung der Windkraftanlagen vorbereitet. Ab Ende nächster Woche treffen dann die ersten Großkomponenten auf der Baustelle ein. Ab Mitte Mai werden dann die Anlagen voraussichtlich in die Höhe wachsen. Den Anfang macht dabei die Windenergieanlage A1.
 


Baustart des Windpark Salzgitter

05.03.2020

Die Avacon Natur GmbH errichtet in Kooperation mit Salzgitter AG und Salzgitter Flachstahl GmbH den Windpark Salzgitter. Dieser ist ein wichtiger Baustein für das Zukunftsprojekt SALCOS – Salzgitter Low CO2-Steelmaking.
Der Windpark zur Erzeugung von klimaneutralem Strom wurde 2019 genehmigt; die bauvorbereitenden Maßnahmen sind Anfang diesen Jahres angelaufen. Die Inbetriebnahme aller Anlagen soll nach und nach bis Ende des Jahres erfolgen. Errichtet werden sieben Windkraftanlagen des Herstellers Vestas mit jeweils 4,2 MW Erzeugungsleistung. Davon werden vier Anlagen außerhalb des Werksgeländes, nördlich von Tor 6, gebaut und drei Anlagen auf dem Werksgelände von Salzgitter Flachstahl. Zur besseren Unterscheidung werden die Windenergieanlagen auf dem Gelände mit einem „W-“ für Werk, die Anlagen außen mit einem „A-“ für Außen, vor der jeweiligen Anlagen Nummer benannt.

Foto des Werksgeländes mit den Standorten der Windenergieanlagen

In den vergangenen Wochen wurden mit bauvorbereitenden Maßnahmen auf den äußeren Baustellen der Anlagen A1-4 begonnen. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, beginnen die Arbeiten zur Baugrundverbesserung auch an den Flächen der Anlagen W1-3 auf dem Werksgelände.

Weitere Infos über SALCOS:  https://salcos.salzgitter-ag.com/ .
Infos über Avacon Natur GmbH und dazugehörige Projekte: https://www.avacon.de/de/ueber-uns/unternehmensportraet/avacon-natur-gmbh.html


Salzgitter startet kommerzielle Wasserstoffgewinnung

09.12.2019

  • Auftrag für 2,2 Megawatt-PEM-Elektrolyse an Siemens vergeben
  • Energieprojekt „Windwasserstoff Salzgitter“ nimmt Fahrt auf
  • Ziel ist die CO2-arme Stahlherstellung auf Basis des innovativen SALCOS®-Technologie-Konzepts der Salzgitter AG
Salzgitter AG steigt in kommerzielle Erzeugung von Wasserstoff ein

Die Salzgitter Flachstahl GmbH hat den Auftrag zum Bau einer 2,2 Megawatt-PEM-Elektrolyse (PEM = Protonen Exchange Membran) an Siemens Gas and Power vergeben. Damit ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer wasserstoffbasierten Stahlerzeugung vollzogen. Die Anlage soll im 4. Quartal 2020 in Betrieb gehen und den kompletten gegenwärtigen Wasserstoffbedarf von SZFG decken. Der dazu erforderliche Strom wird in sieben Windkraftanlagen mit einer Leistung von 30 Megawatt erzeugt, welche die Avacon AG auf dem Salzgitter-Konzern-Gelände errichtet und ebenfalls ab 2020 betreibt.

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender Salzgitter AG: „Wir sind stolz darauf, Vorreiter der industriellen Nutzung von Wasserstoff in der Stahlindustrie zu sein. Wie mit unserem SALCOS®-Projekt aufgezeigt, sind wir technologisch in der Lage, mittels Wasserstoff signifikante CO2-Reduzierungen zu erzielen. Das Projekt „Windwasserstoff Salzgitter“ ist ein bedeutender Baustein auf dem Weg in eine klimafreundlichere Stahlproduktion. Jetzt ist die Politik am Zug, die richtigen Rahmenbedingungen für die Transformation hin zu einer CO2-armen Industrie zu setzen.“

Die Kosten für das gesamte Projekt - Aufbau der Windkrafträder und der Wasserstoffanlagen inklusive deren Einbindung in die bestehenden Leitungsnetze - belaufen sich auf rund 50 Mio. Euro.

Beispielhaft: PEM-Elektrolyse Anlage

Wasserstoff spielt schon lange in der Stahlherstellung bei Glühprozessen eine qualitätssteigernde Rolle. Zurzeit wird er von der Linde AG geliefert, welche die kontinuierliche Eigenerzeugung auch künftig absichern wird.

In Salzgitter wird eine containerisierte Anlage aufgebaut, die bei Volllast 400 Nm³ Wasserstoff produziert. Die PEM-Technologie ist ideal geeignet, um volatil erzeugten Wind- und Sonnenstrom aufzunehmen. Die hochdynamische Betriebsweise der Anlagen erlaubt es, auf die Anforderungen durch das schnell schwankende Stromnetz zu reagieren.

Gabriele Schmiedel, Executive Vice President, Hydrogen Solutions bei Siemens Gas and Power: „Die CO2-Reduzierung in allen Industrien ist die zentrale Herausforderung, um die mittel- und langfristigen Klimaziele zu erreichen. Erneuerbare Energieerzeugung sowie innovative Technologien wie die Erzeugung von grünem Wasserstoff mittels Elektrolyse sind dafür essenzielle Bausteine. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Salzgitter Flachstahl den Einsatz von grünem Wasserstoff in der Stahlindustrie voranzubringen.“

Weitere Informationen zum Projekt SALCOS® unter: https://salcos.salzgitter-ag.com und unter https://www.windh2.de.

Die gemeinsame Presseinformation der Siemens AG und der Salzgitter AG finden Sie hier.


Neubau der beiden Trinkwasserbehälter am Oderwaldrand bei Heiningen

15.03.2019

Die Salzgitter Flachstahl GmbH wird im Zeitraum 18.03.2019 bis Ende September 2020 beide Trinkwasserbehälter am Oderwaldrand bei Heiningen abbrechen und neu errichten. Die Wasserversorgung wird durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt.

Die Baustellenzufahrt liegt an der L512 Heiningen – Klein Flöthe, Höhe Zufahrt Friedwald und Kriegsgräberstätte. Eine Verkehrsbehördliche Anordnung liegt vor. Im Einfahrbereich wird die Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt. Es ist mit verschmutzter Fahrbahn zu rechnen. Zur Baustelle abfahrende LKW müssen aus Richtung Heiningen kommen.

© Salzgitter Flachstahl GmbH
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