Trinkwasseranalysen im akkreditierten Labor

12.08.2025 | Salzgitter Flachstahl GmbH


Im Bereich der Betriebsanalytik der Chemischen Laboratorien der Salzgitter Flachstahl werden im Fachbereich Wasser pro Jahr über 200 Trinkwasserproben untersucht. Diese haben innerhalb der Laboratorien einen besonders hohen Stellenwert, da neben der Eigenversorgung des Industriegebietes, auch öffentliche Verbraucher mit Trinkwasser versorgt werden.

Alle durchgeführten Untersuchungen und Beprobungen unterliegen der „Verordnung über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasserverordnung - TrinkwV)“ vom 20.06.2023. In dieser umfassenden Verordnung ist vorgeschrieben, wie oft, wo und in welchem Umfang Untersuchungen stattfinden müssen. Zudem sind einzuhaltende Grenzwerte und zu erreichende Verfahrenskenndaten, wie die Bestimmungsgrenze und die maximal zulässige Messunsicherheit, für die einzelnen Parameter festgeschrieben.

Im Rahmen der Notifizierung als zugelassenes Labor für Trinkwasseruntersuchung des Landes Niedersachsen ist die Akkreditierung nach DIN EN ISO 17025:2018 unabdingbar und muss permanent nachgehalten werden. Hierzu sind die Vorgaben der Trinkwasserverordnung einzuhalten. Es muss sichergestellt werden, dass das Labor die Analysen kompetent durchführen kann. Zur Qualitätssicherung für alle Verfahren ist die Durchführung der Analysen zu dokumentieren. 

Um transparent nachweisen zu können, dass diese Punkte erfüllt sind, nimmt die Salzgitter Flachstahl unter anderem auch regelmäßig an Ringversuchen teil. Im Bereich Trinkwasser werden diese größtenteils von den Behörden selbst organisiert. So werden dem analysierenden Labor unbekannte Proben zur Analytik übersandt. Innerhalb vorgegebener Zeit muss die Analytik und Ergebnisabgabe erfolgen. Der Ringversuchsausrichter sammelt alle Einzelergebnisse, vergleicht die einzelnen Labore und bewertet die Güte der Ergebnisse. Ausschlaggebend ist der sogenannte z-score. Maximal zulässig ist ein z-score von ±2 (siehe Bild 1). Verpflichtend ist, diese Ringversuche erfolgreich zu absolvieren.

Ein besonderer Teilbereich bei der Trinkwasseruntersuchung ist die mikrobiologische Untersuchung der Trinkwasserproben. Hierzu werden im Labor die Proben auf die Organismen E.coli, Coliforme Bakterien sowie Enterokokken untersucht. Zudem werden die Koloniezahlen nach den Vorgaben TrinkwV §43 (3) untersucht. Für die Bestimmung der Koloniezahlen werden Nährmedien und Glasgeräte vorbereitet und Keimplatten angesetzt und bebrütet. Im letzten Schritt werden die Platten ausgezählt. Diese Art der Analysen erfordern eine besondere analytische Kompetenz.

Die gesamte Probenverwaltung läuft über ein Laborinformations- und Managementsystem (LIMS). Hier werden die gemessenen Werte zum Teil final berechnet, gespeichert und Dokumente zu den Beprobungen abgelegt. Zum Schluss werden aus dem System Prüfberichte generiert, die intern und extern an die zuständigen Gesundheitsämter verteilt werden.